NET(T)CONNECTOR
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Kiellegung 1950
- Fachhochschule Maschinenbau
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Uni Rechtswissenschaften
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Beginn der Segelgeschichte 1972
Eine Saison auf einer Varianta (Dehler) als Bootsmann auf einem Firmensportboot. 1 Tag später rief ich einen Freund an und lud ihn zu einer Segeltour ein. Ob ich denn segeln könnte? Aber klar doch! In der laufenden Saison habe ich an der Kiste so ziemlich alles zerlegt was zerstörbar war, nie einen Motor gesehen. Wie ich immer wieder in den Hafen gekommen bin, weiß ich heute nicht mehr!?
- 1 Jahr später einen eigenen Korsar – schönes Teil für den Einstieg, der wurde schnell zu langsam ,es mußte ein Hobie 14 her !
- 4 Jahre Regatten Europaweit:
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5. DM 2. DM 8. EM 8. EM 64. WM
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2 Jahre Hobie 16 – ziemlich erfolglos
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1 Jahr Hobie 18 – ähnlich erfolglos
- 2 Saison 1/4 tonner als Skipper – ging so
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1 Jahr Skipper auf 1 tonner – schon besser
- 1982 das Studium litt ein wenig, denn die erste Atlantiküberführung von Guadelupe nach Cherbourgh dauerte 3 Monate ( 10.3 m Ketsch Langkieler Stahl mit Holzdeck ) “African Queen” von Klaus Hympendahl, mit handcolorierten Bildern von Humpfrey Bogart & Katharine Hepburn. Mancher kennt ihn als Buchautor.

Es war so ziemlich alles kaputt, es blieben nur noch ein Handpeilkompaß, Kofferradio als Funkpeiler, Sextant, HO-tafeln und Feierabend. Und ein Walkerlog! 60 l Sprit plus 80 Liter Frischwasser; voll equippt. Hi!
- kleinere Geschichten folgten
– 1984 Endurance 35 Stagsegelschoner aus Ferrozement “SANIBONANI” aus der Caribic nach Malozze! Es war die Hölle! Nie wieder einen Schoner! Das sind downwindsailor! Aber niemals vorm Wind, man bekommt lange Arme, zickt richtig rum! Am Wind geht das und hoch am Wind – immer luvgierig. Da nützt auch der Fischerman nichts…

- Naja, dann kamen ein paar Jobs als Charterskipper, die reine Hölle! Viel bezahlt, wenig Ahnung aber großes Maul! Die Gäste schwelgten im Rolexwahn und standen sich selbst im Weg…
- Dann 24 mGaffelketch, “JAVELIN” 70 Tonnen Verdrängung, 450 qm am Wind mit Klüver , Jager und Fock von La Coruna ( NW-Küste Spaniens) am 5. Dezember nach Gibraltar. Und dann von dort aus mit nem Shellatlas nach Puerto Banus, ein Alptraum. Es waren immer Kamikatzeunternehmen!

…irgendwann sagte mein Mädel ” Die Kinder wollen einen lebenden Vater! Wie lange noch? “, ich hörte auf und kochte für meine 4 Racker…
- Zwischendurch machten wir beide den Flugschein und kümmerten uns um Kinder und 2 Hunde. Wir flogen viel in Norddeutschland herum ,hatten einen Anteil an einer Kunstflugmaschine die leider viel zu häufig kaputt war.
- Die Idee endlich ein richtiges Schiff zu bauen wartete nicht lange auf sich, die “DELIVERY” ward geboren! Ein Jahr Planung und 2 1/2 Jahre Bauzeit ließen 58 Fuß Yacht entstehen und segeln. 170 qm am Wind mit 270 qm Spi trieben ihr Unwesen auf Ostsee Channel und Nordatlantik. Zu den Kanaren und zurück zeigten uns, daß unser Dampfer grandios war:
- Der Job ,25 Jahre gemeinsam selbstständig in Sach-u. Personentransportlogistik riss seine Opfer, die Überholspur zeigte auch Nachteile des Werdeganges. Die Familie hat ihre Probleme, die Wunden zu lecken. Wir haben uns hoffentlich bald besonnen.
- spät Lizenz gemacht in den 90 igern, erst UHF ,dann KW. Das Schiff hat uns fast aufgefressen, wir mußten uns nach 8 Jahren davon schweren Herzens trennen. Ich fand den seglerischen Ausklang in der Banner 23 ,7 m lang, 700 kg schwer und gut 30 qm am Wind waren richtig spaßig zu segeln, natürlich alles ohne Motor. Sonst ist der Reiz nicht da!

- Inzwischen fahre ich nur noch mit dem Wohnmobil an den Küsten vorbei und schaue mir die Bereiche an, an denen ich immer nur vorbeigesegelt bin. Keine Kreuz mehr, die 30 sm lang bis zum nächsten Hafen noch zu schaffen wäre. Wo es uns gefällt, rechts ran, Stühle raus Rotwein, Baguette und Käse. Und lesen und lesen. Den Fischen beim fressen zuschauen.
- Vor 2 Jahren mit INTERMAR in Kontakt gekommen,viel zugehört und begeistert gewesen. Mast aufgebaut, einen 4 Element Monobander installiert und eine PA aufgetrieben. Die eigene Vergangenheit, die Sache selbst,der Rolf, das war schon was. Und ich hatte plötzlich Zeit ohne Ende… haben kurz vorher unseren Laden verscherbelt und mein Mädel hat nen tollen Job gefunden, halbe Zeit – doppeltes Geld. Was kann denn besser laufen ? Vormittags geht sie malochen und ich kann nach Herzenslust rumfunken!
- Im Herbst bei INTERMAR eingestiegen als “Netcontrol”. Ich habe den Ausdruck nie symphatisch gefunden… wollte nichts kontrollieren, sondern Verbindungen schaffen, ich mag auch keine rote Mütze aufhaben. Es entsprach nicht meinem Naturell !
Ich habe mich engagiert und wohlgefühlt, bei Intermar…
Nach einiger Zeit spürte ich die Dominanz des von mir gemachten neuen Morgennetzes und stellte Fragen an mich selbst ?!
Viel Schweigen über zuviel Aktivität, zu spätes Reden miteinander…
Was wollen die Segler da draußen eigentlich wirklich? Wetter, Reden, Kommunikation, Taktik, Ängste bewältigen auf dem Atlantik ? Smalltalk ?
Es war an der Zeit, Dinge neu zu überdenken!

Der ” SEELOTSE” schwehlte in mir. Frei entscheiden zu können, was dem Segler da draussen und auch mir gut tut.
Der Gedanke an Euch Segler und an mein Bedürfnis, meine Erfahrung mit Euch zu teilen, daran Spass zu haben, finden in dem Seelotsen sein ZIEL!
Da ist er nun! Und es macht einen höllischen Spass !
Meine Devise im Leben: ” Probieren geht über studieren! “
Das Morgennetz lebt .Genau wie jetzt der “Seelotse” !
Über den Sommer kümmere ich mich hauptsächlich um die Abend Smalltalk Sessions u. um meine vielen kleinen Hunde, die meine Tora Anfang Mai bekommt.Schade sollte wohl nicht sein, Scheinschwangerschaft bei Tora.
- Der Morgen Check-in wird mangels Beteiligung spätestens bis zum Azorentreff einschlafen.
- Mitte bis Ende Juni komme ich zurückgesegelt von den Azoren .Kieler Woche darf man(n) nicht verpassen.
- Und im Oktober 09 legen wir wieder los mit der Morgensession und all den Neuen Atlantikern!
Ich freue mich riesig drauf! …und was bleibt noch offen?
Drachenfliegen und/oder Kiten ? aber hier im Norden? … zu flach zu kalt!
Vielleicht umziehen in die Bretagne o. Kap Finistere oder mit dem WOMO durch Südamerika fahren…
schau mer mal!
Das letzte Drittel liegt noch vor mir! Hoffentlich!
chao
Cristóbal


