christoph schütze Grundgedanke ist die Funkbrücke zu den segelnden Amateurfunkern. Wetter bestimmt fast alles an Bord einer Yacht, aber es ist nicht das Wetter allein. Technische Mittel, um an Bord zu aktuellen Wetterberichten zu kommen, gibt es zu hauff, aber nicht jeder kann eine gedruckte Karte in eine Vorhersage über Windrichtung und –stärke zweifelsfrei umsetzen.

Hinzu kommt die fehlende Kommunikation zwischen den Seglern. Trotz UKW Funk (beschränkte Reichweite) suchen seegehende Amateurfunker den Kontakt untereinander. Dafür haben sie sich schließlich durch die Amateurfunkprüfung gequält.

Ein Amateurseefunknetz kann technisch viel ausrichten. Der Segler mit seinen ganz individuellen Bedürfnissen bedarf aber auch der Auseinandersetzung über Kurs, Taktik, Segelführung und Routenplanung, um nur einige zu nennen.

Und sie wollen miteinander reden!

Bisher fehlte eine Möglichkeit eines Funktreffens – Just for Fun!

Wir haben die Smalltalkrunde auf der maritim mobilen Frequenz 14 313 khz versucht zu iniziieren, und sie hat sich fast schon etabliert abends um 18 h UTC !Wenn die Frequenz belegt ist,wechseln wir auf die 14 307 khz.

Und unsere zurückliegende 4 Monate Erfahrung mit einem Morgennetz waren mehr als positiv. Vielen Dank nochmals für die tollen mails von Euch. Die gingen runter wie Öl!

Spätestens ab Oktober 09 starten wir wieder das 10 h UTC Morgennetz/Atlantiknetz für die Atlantiksegler. Bis dahin werkeln wir an vielen neuen Gedanken,sammeln Kraft und hoffen auf Eure Rückmeldungen, damit wir sie einbinden können.

Und warum mache ich das eigentlich?

Schwer zu erklären, ich versuchs mal:
Als ich hier das erste Mal hier sass und auf Sendung ging, sass meine Tochter neben mir und hat meine Hand gehalten und mir die Stirn trocken gewischt; ich wäre fast gestorben ohne sie. Danke Sarah!

Und bei meinem erstes Morgennetz am 1. Dezember 2008 habt Ihr Segler mich fast erschlagen mit traffic. Ich hatte fast keine Kurzwellenfunkerfahrung, geschweige denn pile up Routine, und dann 10 Stationen auf einmal, bohh! Aber es hat gefunkt bei mir. Mein Kleiner würde sagen: Das war geil!

Inzwischen habe ich viel gelernt, vor allem zu zuhören und habe etwas Routine bekommen, aber Lampenfieber hab ich immer noch. Und ich freue mich inzwischen auf jedes Netz. Sowas kann – glaube ich – süchtig machen.

Und ich hatte fast immer ein wahnsinniges Publikum. Diese Verbal-Spiele zwischen den Zeilen waren mir häufig viel wichtiger als das Wetter. Eure Zwischenfälle waren für uns Zuhörer hochgradig spannend. Die beinahe Rettungsaktion mit Rudi und Volker vor den Kap Verden möchte ich nicht mehr missen. Fast wie ein Krimi !

In meinem Herzen war ich immer mit an Bord.

Und Dank noch an Intermar – ohne diese Bühne hätte ich nie Blut geleckt. Ich freue mich auf eine konstruktive, ergänzende und keineswegs konkurrierende  Zusammenarbeit.

Und Dank an Peter DL4LAC, der ursächlich für die Namesfindung war.

Und ohne den Manfred DJ5AZ – meinen Nachbarn – hätte ich kaum Antennen verstehen und aufbauen können.

Will auch nicht meinen Master Web vergessen! Was der gerissen hat, ist grandios;

Ich

(Ein Porträt des Seelotsen ist auch zu finden in dem YACHT Segelmagazin Ausgabe 17/2009  Seite 42 bis 48)